*WIR IN ISRAEL 2007*

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Shabbat, der Tag der Erholung

Also eigentlich ist der Shabbat ja der Tag der Woche, an dem man nicht arbeitet und sich erholt...da sich aber jemand um all unsere Tiere kuemmern muss, ist es fuer uns ein ganz normaler Tag. Was uns allerdings heute morgen erwartete, als wir ins Refet, den Kuhstall kamen war mehr als die gewohnte Arbeit...

Als wir um die Ecke kamen hoerten wir es schon, das wasser, es plaetscherte nur so aus der Leitung und 6 Kuehe standen nicht mehr in einem Stall, sondern in einer Art Swimming-Pool Wir griffen sofort nach dem Telefon, um erfahrene Kuhexperten zu befragen, was wir jetzt machen sollten...uns wurde aufgetragen, sie in eine andere Box zu treiben. An sich auch gar nicht so schwer, wenn man dazu nicht in einem metertiefen Gemisch aus scheisse und wasser waten muss...Aber auch das haben wir erfolgreich gemeistert und die Kuehe waren im Trockenen. Alle, bis auf eine. Die hatte sich in der Nacht anscheinend darin versucht mit dem Kopf durch den Zaun zu gehen und ist dabei steckengeblieben...oh man...Nach mintenlangem Versuch sie irgendwie zu befreien, eilte uns der liebe Zwicka zur Hilfe und gemeinsam mit Giovanni befreite er die Kuh, indem er das Gatter aufschraubte.

Also jetzt hatten wir echt schon genug, denn wir hatten uns eigentlich vorgenommen, die Arbeit ganz schnell fertig zu machen, um nocheinmal vor der Hitze in Bett zu fliehen. Leider wurde daraus aber wieder nix, denn in der nacht hatten wir noch einen neuen Erdenbuerger bekommen, den wir da erst entdeckten so suess...! Jetzt hiess es also noch Mama und Kleines versorgen .

nach zwei stunden war der erste teil der arbeit endlich geschafft und wir krochen in der Hitze (um halb zehn schon gefuehlte 40 Grad im Schatten) zurueck ins haus um noch ein bisschen zu doesen. Um zwoelf machten wir uns dann wieder auf um das Mittagessen zu verteilen und dem kleinen Lamm die ersten medikamente seines jungen Lebens zu verabreichen und das is gar nicht so einfach, wenn noch kein gramm Fett vorhanden is...(das kleine hat leider einen kleinen bluterguss davon getragen, sorry!)

Wie ihr seht ein voellig erholsamer Shabbat!!!

28.7.07 17:36, kommentieren

Ausflug in die Berge

Zusammen mit Ben haben wir einen Abenteuer-Ausflug in die Berge der Umgebung gemacht! Hier ein paar Eindruecke dieses Erlebnisses...

solche wegeskreuzer sind hier nicht selten...

Gemuetlichkeit ohne Grenzen...

der Blick auf unser zu Hause, das Kibbutz, aus den Bergen...

1 Kommentar 27.7.07 13:26, kommentieren

Hoher Besuch

Letzten Mittwoch ist hier die helle Aufruhr ausgebrochen: Einige Mitglieder des Sozialministeriums sind vorbeigescheit, und da sie diejenigen sind, die ueber den Etat des Tlamim-Projektes entscheiden, wurde hier natuerlich erstmal alles auf Hochglanz gebracht. Statt Plastikeimern wurden Holzeimer benutzt, der Eingangsbereich wurde in die grellsten Farben getaucht und alles Kaputte irgendwo versteckt (Boris durfte aber dableiben). Sie waren zufrieden und wir alle gluecklich, dass das Schauspiel vorbei war.

Weitere Gaeste kommen am Donnerstag an: Ein Paar (etwa 40!) mexikanische Teenager kommen vorbei und wollen sich einen Tag lang angucken, was wir hier so machen. Wir hoffen, sie uebertreiben es in der Siesta nicht mit dem Tequila, schliesslich sind sie ja noch gar nicht alt genug, aber bei den Speedys (Gonzales) kann man ja nie wissen!

Naechsten Monat dann erwarten wir den Besuch von einigen juedischen Amis, die ebenfalls mal ihre Nasen in unser Projekt stecken wollen. Sind gespannt.

23.7.07 17:54, kommentieren

Der Pate ist angekommen

Vor etwa einer Woche ist der langersehnte italienische Besuch aus Rom eingetroffen. Giovanni ist sein Name und seine Begleiter heissen  Verlust und Schmerz. Verlust hat leider die Koffer in Rom stehen lassen, womit ihn die Fluggesellschaft allerdings mit einem kleinen Erste Hilfe-Paket ausgestattet hat, mit Flugzeugportionen Rasierzeug, Duschzeug und Klamotten. Schmerz hat den armen Giovanni, als er gerade einmal 30 Stunden hier angekommen war, unsanft in den Pool gestossen, wo er sich an seinem linken Fuss die Sehne angerissen hat. Seitdem kann man tagtaeglich die Wanderung der verschiedensten Blau-, Rot- und Violetttoene ueber seinen Fuss beobachten kann. 

Weiteren Besuch, zunaechst aus Italien, erwarten wir Anfang August, hoffentlich kommen wir mit einer Ueberzahl an WM-Besiegern klar.

Eine Freundin von Giovanni wohnt uebrigens mit Mandy in Tel Aviv auf einem Zimmer zusammen; Israel ist eben ganz schoen klein.

 

23.7.07 17:43, kommentieren

Im heiligen Land ward ein Lamm geboren

Etwa vor einer Woche, bei unserer Routineinspektion des Refet (Kuh- und Schafstall), begann Rebecca ploetzlich hysterisch zu kreischen: Sie hatte den Kopf eines Lamms entdeckt, der aus dem Hinterteil seiner Mama herauslugte. Sofort wurden alle zusammengerufen und haben sich um den Stall versammelt, waehrend Boris, Chrissie und ein, zwei andere Geburtshelfer spielten. Rebecca hielt derweil die gaffende Meute in Schach und versorgte sie mit kalten und warmen Getraenken. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung war uebrigens frei, obwohl wir einiges haetten herausschlagen koennen.

Inzwischen, um mal bei den Themen Schafe und Geburt zu bleiben, haben wir den den selbigen ihre "Tampons" wieder entfernt (was noch ne ganze Ecke ekliger war als die Einfuehrung). Jeweils nach der Entnahme wurde den Tieren noch eine Hormonspritze verabreicht, wobei der Duft von 12taegigen Schafschleim (so lange durften die Tampons in den Tieren verweilen) unsere Sinne leicht vernebelte. Irgendwie sind wir dann beim Zaehlen durcheinandergeraten, so dass einige von ihnen jetzt ganz schoen auf Oestrogen sein duerften. Ring frei fuer die Boecke!!!

 

23.7.07 17:30, kommentieren

Kanadier in Afula

Am letzten Sonntag haben wir das erste mal unser neues Zuhause, das Kibbuz, verlassen und uns ins Land, wo Milch und Honig fliesst aufgemacht. In eine Stadt, gefuehlte 5 Kilometer weit weg, namens Afula. Begleitet haben uns zwei lustige in Israel aufgewachsene Jungs (16 und 17 Jahre) aus Kanada, die uns zum Glueck die kryptischen Hieroglyphen der hebraeischen Schrift ins Englische uebersetzen konnten (Todah raba = vielen Dank). Seit die beiden hier sind, gibt es um einiges mehr Chaos, da sie staendig alles, was sie nicht mehr brauchen, einfach fallenlassen. Trotzdem ist es sehr amuesant mit ihnen, vor allem wenn sie sich gegenseitig verbessern (Jeder wills besser wissen).

Vorgestern dann kam uns eine ganz besondere Aufgabe zu: Wir durften etwa 14 Schafen "Tampons" einfuehren! Diese Hormonbomben sollen dafuer sorgen, dass sie in den naechsten 2 Wochen hemmungslos neue Laemmer machen . Die Boecke freuen sich schon und die Kamera steht bereit.

Die Kneipenwelt der naeheren Umgebung wurde gestern abend zumindest teilweise von uns ausgecheckt. Wir waren mit einem supernetten Nachbarn in einer Shishasheune (aeh,-scheune, sorry) und haben uns die Kante gegeben, was heute morgen seine Folgen hatte...

 



1 Kommentar 12.7.07 20:19, kommentieren

Die naechsten Tage...

Seit fast 2 Wochen sind wir jetzt hier, wir fuehlen uns aber schon wie Inventar. Die Arbeit macht immer noch Spass, sogar so doll, dass manche von uns nicht davor zurueckschrecken, sich ein Bad in der Schafscheisse zu goennen (jafe!). An einer Blutsbruederschaft mit den Schafen sind wir nur haarscharf vorbeigeschlittert, waehrend wir bei den Moskitos hin und wieder eine Ausnahme gemacht haben. Unser Zweitstudium Veterinaermedizin ist auch im vollen Gange, die ein oder andere Spritze haben wir schon so manchem Schaf verpasst (intramuskulaer oder subcutal injiziert). Nebenbei managen wir noch eine Katzen- und Hundefutterfabrik (Tarovet = Trockenfutter), die ziemlich gut laeuft und bald ins Ausland exportieren wird .

Gestern war Wassertag: Erstmal haben wir draussen Bingo gespielt (auf Hebraeisch ganz schoen schwierig), dann wurden Wasserbomben, Eiskloetze und Frischwasser ausgepackt und sich gegenseitig um die Ohren und in den Ausschnitt gepfeffert. Spaeter dann hatten wir auch im Haus einen Wasserschaden, das anregend duftende Kaesewasser (Handmade in Tlamim) ist sintflutartig aus dem Kuehlschrank gesprueht (Niagara heisst uebrigens Klospuelung). Hat sich aber gelohnt, der Kaese schmeckt klasse.

 

12.7.07 19:53, kommentieren