*WIR IN ISRAEL 2007*

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Hallo besucher,

da wir ja, wie ihr alle wisst, sozialpaedagogen/innen (!) werden wollen und nicht allzu viel technisches wissen besitzen (der statistik entsprechend ), haben wir unsere schoene styleblogs-seite komplett versaut!

hier habt ihr nun eine neue...wir hoffen, sie wird bis zum ende unseres aufenthalts bestehen!

viel vergnuegen...

1 Kommentar 12.7.07 17:44, kommentieren

die ersten tage sind vorbei…

so leute, hier kommt der erste zwischenbericht:

heute ist donnerstag und wir sind seit vier Tagen in Israel.Wir haben leider noch nicht viel vom land gesehen, daher zunaechst eine beschreibung unseres “arbeitslebens”

Unsere Aufgabe besteht vor allem darin, die Freunde von Tlamim (das sind die behinderten Menschen, die zum arbeiten aus dem naechsten grossen ort hier herkommen) bei ihren Taetigkeiten auf der Farm (meshekk chai) zu begleiten und zu unterstuetzen. Dazu stehen wir jeden morgen um halb sieben (ok,um sieben:P) auf, um puenktlich bereit zu sein.

Als erstes fuettern wir die Tiere (Kuehe, Schafe, Ziegen, Esel, Meerschweinchen, Hasen, Huehner, Gaense, den Pfau und natuerliche die Katzen und Hunde) und gucken, ob sie alle b’seder (in ordnung) sind. Anschliessend teilen wir uns in gruppen auf und arbeiten an verschiedenen Projekten, wie z.B. Hunde-und Katzenfutter eintueten, Gemuese anbauen und ernten, ein neues Gewaechshaus errichten, Ferienwohnungen in stand halten, Frischkaese zubereiten und viele andere spannende Dinge.

Jede Woche wird an einem Tag ein Ausflug unternommen und heute fuehrte er uns vor die Tore des Kibbutz zu einem Beduinen, der mit seiner Familie Schafe haelt und so ihr Leben finanziert. Es war sehr interessant zu sehen und zu erleben, wie man voellig abgeschieden und nahezu ohne moderne Hilfsmittel gluecklich leben kann. Seine Herde stand inmitten alter Ruinen mit sehr vielen einschuss-und einschlagsloechern. Man merkt es doch immer wieder, WIR SIND IN ISRAEL!

Auf dem untersten Foto seht ihr das Haus von TLAMIM TASUKA (Name der Einrichtung) , in dem wir wohnen und in dem die Freunde verkoestigt und beschaeftigt werden.

Wenn wir durch das 300-seelen-Kibbutz spazieren, dann kommen wir uns teilweise vor wie in den Ferien. Ueberall Palmen und der Swimmingpool direkt vor der tuer, immer bereit zum reinspringen! Jafe (schoen)!!!

12.7.07 18:53, kommentieren

Die naechsten Tage...

Seit fast 2 Wochen sind wir jetzt hier, wir fuehlen uns aber schon wie Inventar. Die Arbeit macht immer noch Spass, sogar so doll, dass manche von uns nicht davor zurueckschrecken, sich ein Bad in der Schafscheisse zu goennen (jafe!). An einer Blutsbruederschaft mit den Schafen sind wir nur haarscharf vorbeigeschlittert, waehrend wir bei den Moskitos hin und wieder eine Ausnahme gemacht haben. Unser Zweitstudium Veterinaermedizin ist auch im vollen Gange, die ein oder andere Spritze haben wir schon so manchem Schaf verpasst (intramuskulaer oder subcutal injiziert). Nebenbei managen wir noch eine Katzen- und Hundefutterfabrik (Tarovet = Trockenfutter), die ziemlich gut laeuft und bald ins Ausland exportieren wird .

Gestern war Wassertag: Erstmal haben wir draussen Bingo gespielt (auf Hebraeisch ganz schoen schwierig), dann wurden Wasserbomben, Eiskloetze und Frischwasser ausgepackt und sich gegenseitig um die Ohren und in den Ausschnitt gepfeffert. Spaeter dann hatten wir auch im Haus einen Wasserschaden, das anregend duftende Kaesewasser (Handmade in Tlamim) ist sintflutartig aus dem Kuehlschrank gesprueht (Niagara heisst uebrigens Klospuelung). Hat sich aber gelohnt, der Kaese schmeckt klasse.

 

12.7.07 19:53, kommentieren

Kanadier in Afula

Am letzten Sonntag haben wir das erste mal unser neues Zuhause, das Kibbuz, verlassen und uns ins Land, wo Milch und Honig fliesst aufgemacht. In eine Stadt, gefuehlte 5 Kilometer weit weg, namens Afula. Begleitet haben uns zwei lustige in Israel aufgewachsene Jungs (16 und 17 Jahre) aus Kanada, die uns zum Glueck die kryptischen Hieroglyphen der hebraeischen Schrift ins Englische uebersetzen konnten (Todah raba = vielen Dank). Seit die beiden hier sind, gibt es um einiges mehr Chaos, da sie staendig alles, was sie nicht mehr brauchen, einfach fallenlassen. Trotzdem ist es sehr amuesant mit ihnen, vor allem wenn sie sich gegenseitig verbessern (Jeder wills besser wissen).

Vorgestern dann kam uns eine ganz besondere Aufgabe zu: Wir durften etwa 14 Schafen "Tampons" einfuehren! Diese Hormonbomben sollen dafuer sorgen, dass sie in den naechsten 2 Wochen hemmungslos neue Laemmer machen . Die Boecke freuen sich schon und die Kamera steht bereit.

Die Kneipenwelt der naeheren Umgebung wurde gestern abend zumindest teilweise von uns ausgecheckt. Wir waren mit einem supernetten Nachbarn in einer Shishasheune (aeh,-scheune, sorry) und haben uns die Kante gegeben, was heute morgen seine Folgen hatte...

 



1 Kommentar 12.7.07 20:19, kommentieren

Besuch

Besuch hatten wir auch schon: Michi ist an unserem ersten Wochenende vorbeigekommen und wir hatten zwei lustige Tage miteinander.


12.7.07 21:13, kommentieren

Im heiligen Land ward ein Lamm geboren

Etwa vor einer Woche, bei unserer Routineinspektion des Refet (Kuh- und Schafstall), begann Rebecca ploetzlich hysterisch zu kreischen: Sie hatte den Kopf eines Lamms entdeckt, der aus dem Hinterteil seiner Mama herauslugte. Sofort wurden alle zusammengerufen und haben sich um den Stall versammelt, waehrend Boris, Chrissie und ein, zwei andere Geburtshelfer spielten. Rebecca hielt derweil die gaffende Meute in Schach und versorgte sie mit kalten und warmen Getraenken. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung war uebrigens frei, obwohl wir einiges haetten herausschlagen koennen.

Inzwischen, um mal bei den Themen Schafe und Geburt zu bleiben, haben wir den den selbigen ihre "Tampons" wieder entfernt (was noch ne ganze Ecke ekliger war als die Einfuehrung). Jeweils nach der Entnahme wurde den Tieren noch eine Hormonspritze verabreicht, wobei der Duft von 12taegigen Schafschleim (so lange durften die Tampons in den Tieren verweilen) unsere Sinne leicht vernebelte. Irgendwie sind wir dann beim Zaehlen durcheinandergeraten, so dass einige von ihnen jetzt ganz schoen auf Oestrogen sein duerften. Ring frei fuer die Boecke!!!

 

23.7.07 17:30, kommentieren

Der Pate ist angekommen

Vor etwa einer Woche ist der langersehnte italienische Besuch aus Rom eingetroffen. Giovanni ist sein Name und seine Begleiter heissen  Verlust und Schmerz. Verlust hat leider die Koffer in Rom stehen lassen, womit ihn die Fluggesellschaft allerdings mit einem kleinen Erste Hilfe-Paket ausgestattet hat, mit Flugzeugportionen Rasierzeug, Duschzeug und Klamotten. Schmerz hat den armen Giovanni, als er gerade einmal 30 Stunden hier angekommen war, unsanft in den Pool gestossen, wo er sich an seinem linken Fuss die Sehne angerissen hat. Seitdem kann man tagtaeglich die Wanderung der verschiedensten Blau-, Rot- und Violetttoene ueber seinen Fuss beobachten kann. 

Weiteren Besuch, zunaechst aus Italien, erwarten wir Anfang August, hoffentlich kommen wir mit einer Ueberzahl an WM-Besiegern klar.

Eine Freundin von Giovanni wohnt uebrigens mit Mandy in Tel Aviv auf einem Zimmer zusammen; Israel ist eben ganz schoen klein.

 

23.7.07 17:43, kommentieren